Huiuiui, was für ein Cover. 3 Zombie-Nazis erscheinen plötzlich, bewaffneter Weise, aus dem Nebel, dem Rauch und/oder Ähnlichem. Und sie führen mit Sicherheit nichts Gutes im Schilde. Denn wenn man dieses Bild mit dem Album-Titel in Verbindung bringt, wäre der D-Day wahrscheinlich ganz anders abgelaufen. Aber dies ist nun wüste Spekulation unsererseits. Was definitiv der Fall ist, dass die kanadische Metalband Hellrazer ein neues Album auf den Markt gebracht hat und wir die Ehre haben, dieses hier und nun zu präsentieren. Nach dem im Jahre 2007 erschienen Album “Hellrazer” und dem darauf folgend herausgekommenem Musikträger “Prisoner of the Mind” geht das kanadische Quartett nun endlich in die dritte Runde, um so richtig zu rocken.

Und das Rezept geht auf. Das dritte Werk eröffnet sich selbst mit dem Track “Hellblazer” und ist eine geniale Nummer, die auch locker aus den 1980er, also zur Zeit der mitunter ersten Metal-Blüte, hätte stammen können. “Raging Seas” geht schon schwerfälligere Wege, ist relativ düster, aber doch unheimlich stimmungsgeladen und macht einfach Spaß auf mehr. Dieses Mehr sollen wir auch sogleich bekommen und kriegen an dieser Stelle mit dem Track “Enemy” gewaltig was auf die Ohren. So lassen wir uns die Operation Overlord definitiv gefallen.

“The Hunting” ist wieder eine relativ schnelle Nummer und einmal mehr überzeugt der Sänger durch seinen ganz eigenen, klaren Gesang. “Ironheart” ist eine wahre Hymne, die wohl so manches Festival und auch so manchen Konzertsaal nach allen Regeln der Metal-Kunst sprengen dürfte. Kommen wir nun zum Titel des Albums, respektive dem Song “Operation Overlord”. Dieser ist so verspielt, zu detailverliebt, dass man ihn direkt noch ein zweites Mal hören will und auch muss. “Burn in Heaven” ist nun kein so netter Wunsch, gleichwohl müssen wir an dieser Stelle allerdings anmerken, dass, so bitter dieser Wunsch auch sein mag, wir der Auffassung sind, dass dieser Song es definitiv bringt. “The Phantom” ist das erste, wirklich ruhigere Lied des Drittling-Werkes. “Death or Victory” ist auf dieser Scheibe das schwächste Glied der Kette, konnte es uns aufgrund seiner relativen Monotonie nicht wirklich überzeugen. Allerdings ist dies Jammern auf hohem Niveau. “Rise of the Machines” hingegen ist wieder ein reeller Kracher und macht Lust auf Sommer. “Dehumanizer 2012″ ist ebenso wie “Black Legion 2012″ ein Remake bereits bekannter Hellrazer-Songs und brennen mehr denn je.

Im Großen und Ganzen macht dieses Album wirklich Freude. Wer also auf richtig guten Heavy Metal steht, der kommt an diesem Album nicht vorbei.

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Tracklist

1. Hellrazer

2. Ragings Seas

3. Enemy

4. The Hunting

5. Ironheart

6. Operation Overlord

7. Burn in Heaven

8. The Phantom

9. Death or Victory

10. Rise of the Machines

11. Dehumanizer 2012 Version

12. Black Legion 2012 Version